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Überraschung geglückt – Altbürgermeister Alfred Schrenk zum Ehrenbürger ernannt

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Aufgrund eines einstimmigen Marktgemeinderatsbeschlusses wurde Altbürgermeister Alfred Schrenk zum Ehrenbürger ernannt. Er erhielt damit die höchste Auszeichnung, die der Markt Wildflecken zu vergeben hat. Anlässlich seines 69. Geburtstages am 05.02.2017 überreichte Bürgermeister Gerd Kleinhenz zusammen mit seinen Stellvertretern Wolfgang Illek und Herbert Nowak die entsprechende Urkunde. Begleitet wurde die Delegation durch einen spontan organisierten Auftritt des Musikzuges Wildflecken und der Blaskapelle Oberbach, die unter Leitung von Ralf Gundelach gemeinsam aufspielten. In seiner Laudatio ging Bürgermeister Kleinhenz auf das 45-jährige kommunalpolitische Wirken des Altbürgermeisters ein und zitierte aus der Ernennungsurkunde zum Ehrenbürger:

Alfred Schrenk wurde mit Wirkung zum 1.5.2002 zum 1. Bürgermeister des Marktes Wildflecken gewählt. Bereits seit 1972 gehörte er dem Gemeinderat von Oberbach an und ab 1978, nach der Gebietsreform, dem Gemeinderat von Wildflecken. Das Amt des zweiten Bürgermeisters bekleidete er von 1984 – 1990 und von 1996 bis 2002. Seit 1984 vertritt er die Interessen der Bürgerinnen und Bürger im Kreisrat, wo er 2014 als weiterer Stellvertreter des Landrats gewählt wurde.

In dieser Zeit seines kommunalpolitischen Wirkens hat er großen Einfluss auf die Entwicklung des Marktes Wildflecken genommen. Dabei war es stets sein Bestreben, für die Menschen da zu sein, ihre Sorgen und Anliegen nicht nur anzuhören, sondern auch in politisches Handeln umzusetzen.

Neben den Pflichtaufgaben der Gemeinde und den damit verbundenen Investitionen im Bereich Wasserversorgung, Abwasserbeseitigung, Straßenausbau und Brandschutz, war die Amtszeit von Bürgermeister Alfred Schrenk geprägt durch zahlreiche Maßnahmen der Städtebauförderung. Dabei ist es ihm gelungen, mit Hilfe des Förderprogramms „Stadtumbau West“ das Ortsbild von Wildflecken nachhaltig positiv zu verändern.

So waren es zunächst die Wohnhausabbrüche im Eierhauckweg, in der Fleischhauerstraße und in der Schlesierstraße, die diese Veränderung einleiteten. Im nächsten Schritt führte der Zwischenerwerb von 107 Wohnungen der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben durch die Gemeinde und die anschließende Privatisierung dazu, dass in diese Häuser wieder investiert wurde und trotzdem günstiger Wohnraum für Eigentümer und Mieter erhalten blieb. Als sogenanntes „Wildfleckener Modell“ sorgte diese Lösung in Fachkreisen für Furore. Die anschließende Neugestaltung der Fleischhauerstraße schloss die Umwandlung eines problematischen Wohngebietes in eine „Vorzeigestraße“ von Wildflecken ab. Ihre markanteste Veränderung erfuhr die Marktgemeinde durch die Umgestaltung des Rathausplatzes von einem tristen Parkplatz in einen architektonisch ansprechend gestalteten Kommunikationsplatz, auf dem ab 2005 verschiedene Vereins- und Gemeindefeste abgehalten wurden.

Altbürgermeister Schrenk ist es zu verdanken, dass ein Lebensmittelmarkt unweit des Rathausplatzes neu bauen konnte und somit der Abzug des   Supermarktes an den Ortsrand vermieden wurde.

Mit „Stadtumbau West – Mitteln“ wurden die Sudetenstraße in Oberwildflecken aus dem Betriebsgelände der Fa. Paul & Co. heraus verlegt und erste Konversionsmaßnahmen in der seit 1997 verwaisten ehemaligen Rhönkaserne durchgeführt. Durch den Umbau der Panzerwärmehalle in die „Kommunale Gewerbehalle“ wurde die Möglichkeit geschaffen, Existenzgründern den Start in die Selbständigkeit zu erleichtern und mit den Abbrüchen von Mannschaftsgebäuden das ehemalige Kasernengelände in den „Gewerbepark am Kreuzberg“ umgewandelt.

In Zusammenarbeit mit dem Amt für Ländliche Entwicklung, der Diözese Würzburg und der Katholischen Kirchenstiftung gelang Altbürgermeister Schrenk, mit dem Abbruch der alten Schule und der Neugestaltung des Kirchenumfeldes in Oberbach, auch in diesem Ortsteil eine deutliche Verbesserung des Ortsbildes.

Mit den Abbrüchen von Kirche und Kindergarten in Oberwildflecken, dem Kapellenbau und der Anlage des Pfarrer-Otto-Denk-Platzes erfuhr die Gemeinde auch nach dem Ausscheiden von Altbürgermeister Schrenk noch positive Veränderungen, die auf seine Initiative zurückgehen. Dies gilt auch für seine Aktivitäten im Rahmen des Konversionsmanagements und in den beiden kommunalen Allianzen sowie für die in seiner Amtszeit in die Wege geleitete Generalsanierung der Schule.

Als Initiator zur Gründung des Rhönklub Zweigvereins Oberbach und des Vereinsrings Oberbach und deren langjähriger Vorsitzender prägte Alfred Schrenk das kulturelle Leben in Wildflecken in herausragender Weise, denkt man nur an das jährliche Marktfest oder die 450-Jahrfeier von Oberbach.  Als langjähriger Lehrer in Wildflecken, Leiter des Volksbildungswerkes, Ortsheimatpfleger und Mitverfasser des Bildbandes „Unvergessene Heimat rund um´s Dammersfeld“ zeigte er, wie sehr ihm Bildung, Kultur und Heimatgeschichte am Herzen liegen.

Mit all diesen Leistungen hat sich Altbürgermeister Alfred Schrenk in hervorragender Weise um den Markt Wildflecken verdient gemacht.

Abschließend bedankte sich Bürgermeister Kleinhenz auch bei Ehefrau Rosi Schrenk, die in all diesen Jahren ihrem Ehemann eine loyale und beratende Begleiterin war und überreichte einen Blumenstrauß, sowie bei der „vereinigten Blaskapelle“ des Marktes Wildflecken für die musikalische Begleitung.

Weitere Bilder von Gemeinde/Sebastian Schmitt unter „Bildergalerie“