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Markt Wildflecken

Hier sind einige wichtige Ereignisse aus der Geschichte des Marktes Wildflecken - von der ersten Siedlung im Jahr 1524 bis heute dargestellt.

Die Chronikkomplette Chronik ist in Buchform erhältlich.

Informationen und Bilder zu den abgesiedelten Dörfern im Truppenübungsplatz finden Sie auf der zur RhoenlineRhönline

Unter zu comrades.dewww.camp-wildflecken.de hat Heinz Leitsch militärische Bilder und umfangreiche Hintergrund-Informationen von ehemaligen GI´s zusammengetragen.

Die bewegte Geschichte des Displaced Persons Camp Wildflecken können Sie unter zur Seite...www.camp-wildflecken.de nachlesen.

Frau Johanna Kellermann hat die Geschichte der Ortsteile Wildflecken, Oberwildflecken und Oberbach zusammengestellt (Ortsteil bitte anklicken).



1524     Balthasar Schramm berichtet, dass mit Erlaubnis des Forstmeisters Dietz von Rotenkolben eine Stunde unterhalb der Sinnquelle eine Siedlung gebaut werden darf.
1538     Bischof Conrad von Bibra bestellt Forstmeister Silvester nach Würzburg. Der Bischof ordnet die Einstellung der Rodungen und den Abriss der Häuser an. Es entsteht ein heftiger Streit zwischen den Forstmeistern und dem Bischof.
1588     Der Streit um die wilden Ansiedlungen wird beendet. Ein Ort in der Reihe der "Wilden Ansiedlungen" behielt seinen Namen Wildflecken. Wildflecken hatte zu diesem Zeitpunkt 294 Einwohner.
1717     Die Kirche St. Joseph wird erbaut und im Jahre 1929 erweitert. Die Kirche gilt als Schatzkästlein des Barocks.
1908     Einen ersten wirtschaftlichen Aufschwung erlebte Wildflecken mit der Inbetriebnahme der Sinntalbahn am 01.12.1908. Mit dem Bahnanschluss fand auch der Fremdenverkehr einen deutlichen Aufschwung.
1937     Der Truppenübungsplatz wird gebaut. Die Struktur der Gemeinde ändert sich dadurch völlig neu. Am 08.02.1938 wird von General Dollmann der erste Schuss auf dem Truppenübungsplatz abgegeben und damit der Platz seiner Bestimmung übergeben. Dem Bau des Truppenübungsplatzes müssen die Ortschaften Rothenrain, Silberhof, Alt- und Neuglashütten, Dörrenberg, Reußendorf und Werberg weichen. Auf hessischer Seite wird Kippelbach und Dalherda abgesiedelt. Mit dem Bau des Truppenübungsplatzes entsteht auch die Arbeitersiedlung. Die Fleischhauerstrasse wir heute noch Siedlung genannt. Am Fuße des Kreuzberges wird die Munitionsanstalt (Muna) errichtet.
1945     Aus den deutschen Ostgebieten kommen viele Flüchtlinge nach Wildflecken. Sie finden in diesen "Siedlungen" eine neue Heimat. Zur gleichen Zeit ziehen auch die Amerikaner ins "Lager" ein.
1949     Die Fa. Paul & Co. nimmt die Produktion von Papierhülsen in Oberwildflecken auf. Zahlreiche weitere Firmen werden in Oberwildflecken sesshaft bzw. neu gegründet.
1951     Am 20.04.1951 wird die Gemeinde Neuwildflecken gegründet. Zu dieser neuen Gemeinde gehörten auch die nach dem Kriege wieder besiedelten Ortschaften Reußendorf und Werberg.
1952     Die Gemeinde Neuwildflecken baut ein Rathaus. Reußendorf wird zum zweiten Male besiedelt. Viele Reußendorfer haben in Wildflecken ein neues zu Hause gefunden.
1955     Die Gemeinde Wildflecken und Neuwildflecken bauen ein gemeinsames Schulhaus an der Reußendorfer Strasse.
1956     Die Bundeswehr zieht in das US-Lager ein. Es entstehen neue Arbeitsplätze.
1959     Die neue evangelische Kirche wird eingeweiht.
1965     Die Volksschule in Wildflecken wird um 3 Klassen und einer Gymnastikhalle erweitert. In Oberwildflecken wird für die Bundeswehr eine Kaserne gebaut. Sie erhält den Namen "Rhönkaserne".
1966     Werberg wird, wie schon Reußendorf 1952, zum zweiten Male abgesiedelt. Auch zahlreiche Werberger werden in Wildflecken sesshaft. In Oberwildflecken wird die neugebaute St. Kilians-Kirche eingeweiht.
1970     Die Gemeinden Neuwildflecken und Wildflecken schließen sich freiwillig zur neuen Gemeinde Wildflecken zusammen. Es entsteht eine Gemeinde mit rd. 2.500 Einwohnern.
1971     Die Schwerspatgrube Auersberg wird geschlossen.
1974     Die Schule in Wildflecken wird durch eine Turnhalle ergänzt.
1975     An der Reußendorfer Strasse wird eine Wohnsiedlung für 74 US-Familien gebaut. Die Bürger nennen dieses Wohngebiet heue noch "Little Manhatten".
1976     Die Gemeinde baut ein Feuerwehrgerätehaus an der Reußendorfer Strasse. Im Erdgeschoss wird der Bauhof untergebracht.
Die Katholische Kirche errichtet in der Nähe des Bergfriedhofes ein "Kirchenzentrum".
Das Lehrschwimmbecken (Hallenbad) wird seiner Bestimmung übergeben.
1978     In Bayern findet die Gebietsreform statt. Wildflecken und Oberbach schließen sich zur neuen Gemeinde mit der Bezeichnung "Markt Wildflecken" zusammen. Die Bezeichnung Markt ist von Oberbach auf die neue Gemeinde übertragen worden.
1979     Das Helmut-Patzke-Stadion (Schul- und Breitensportanlage) wird seiner Bestimmung übergeben.
1984     Wildflecken wird als Kleinzentrum eingestuft.
1986     Franz Leipold wird zum Priester geweiht.
1987     Wildflecken wird an die Gas-Fernversorgung angeschlossen.
1988     Mit Zustimmung der Gemeinde wird in Oberwildflecken ein Übergangswohnheim für Spätaussiedler durch die Regierung von Unterfranken eingerichtet. In diesem Heim finden bis zu 300 Personen eine vorübergehenede Unterkunft. Zwischenzeitliche wohnen in Wildflecken über 1.000 neue Bürger aus Polen und Russland. Die Einwohnerzahl ist auf rd. 3.850 gestiegen.
Die Gemeinde feiert das 50-jährige Bestehen des Truppenübungsplatzes, verbunden mit einem Heimattreffen.
1988     Der Personenzugverkehr auf der Strecke Jossa-Wildflecken wird eingestellt.
1989     Der Katholische Kindergarten in Oberwildflecken wurde auf 2 Gruppen erweitert.
1990     Die Schule Wildflecken wird erweitert. Es entstehen neben den Fachräumen auch Zivilschutzräume und die neue Bibliothek.
1991     Wildflecken verliert seinen Pfarrer. Die Gemeinde des oberen Sinngrundes (Riedenberg, Oberbach, Wildflecken) werden von nur noch einem Pfarrer betreut.
1992     Der alte Kindergarten einschließlich des ehemaligen Schwesternwohnhauses wird von der Katholischen Kirche verkauft. In unmittelbarer Nähe entsteht ein neuer 2-gruppiger Kindergarten.
1994    

Der überraschende Abzug der Amerikaner trifft die Gemeinde schwer. Ein "Lager", in dem bis zu 6.000 Soldaten mit ihren Angehörigen wohnten, steht von heute auf morgen leer. Mehr als 1.000 Arbeitsplätze gehen verloren. Die Arbeitslosenzahl steigt auf über 22 % in der Gemeinde an. Viele ehemalige Beschäftigte haben auch heute noch keinen Arbeitsplatz gefunden. Hunderte von Wohnungen sind auch heute noch nicht bewohnt. Die Übernahme des Truppenübungsplatzes und Teile des ehemaligen US-Lagers durch die Bundeswehr verhindern noch Schlimmeres.

Die Umgehungsstrasse wird dem Verkehr übergeben. Ein lang ersehnter Wunsch, den Verkehrslärm innerhalb der Gemeinde zu reduzieren, geht damit in Erfüllung.

Die Gemeinde kauft vom Bund die ehemalige Schule der Amerikaner. Die Schulorte Oberwildflecken und Oberbach werden aufgelöst. Die Hauptschüler werden in der "US-Schule" und die Grundschüler in der Schule in Wildflecken unterrichtet.

1995    

Die Rhönkaserne in Oberwildflecken wird geschlossen. Die Soldaten ziehen in das ehemalige US-Lager ein. Die Hoffnungen der Gemeinde, dass weitere Bundeswehreinheiten nach Wildflecken verlegt werden, haben sich leider nur in geringem Umfange erfüllt. Die Rhönkaserne steht zum größten Teil noch immer leer. Gemeinde und Bund hoffen darauf, dass sich diese Situation bald ändern wird.

Der Bayerische Ministerpräsident Dr. Edmund Stoiber besucht Wildflecken und überzeugt sich vor Ort von den großen Problemen Wildflecken nach dem Abzug der Amerikaner.

1996    

Die Folgen aus dem Abzug der Amerikaner sind noch nicht überwunden. Zahlreiche Gebäude, vor allem Wohnungen warten auf eine Nutzung. Arbeitslose hoffen auf neue Arbeitsplätze.

Jürgen Schwarz wird zum Priester geweiht.

Die Gemeinde hat mit der Renovierung des 1951 erbauten Rathauses begonnen.

Im Ortsteil Oberbach nimmt das "Haus der Schwarzen Berge" seine Arbeit auf.

Franz Hilfenhaus, Oberbach, wird zum Priester geweiht.

Der Bayerische Ministerpräsident Dr. Edmund Stoiber teilt der Gemeinde mit, dass in Wildflecken das "Gefechtssimulationssystem zur Unterstützung von Plan-/Stabsübungen und Planuntersuchungen in Stäben von Großverbänden (GUPPIS)" eingerichtet wird. Die Gemeinde hofft darauf, dass diese Einrichtung auch nach der Erprobungsphase bestehen bleibt. Der Standort Wildflecken wurde damit erheblich aufgewertet.

1997     Die Standortverwaltung verliert ihre Selbständigkeit und wird Hammelburg zugeordnet.
1998     Die Verwaltung zieht in das modernisierte und umgebaute Rathaus zurück. Die Einweihung fand am 21.11.1998 statt.
1999     Die Gemeinde feiert ihr 475-jähriges Gründungsfest.
2000     Pfarrer Sachi (ev) und Pfarrer Fries (rk) verlassen die Gemeinde.
Pfarrer Thomas Merz (rk) wird neuer Pfarrer für den Oberen Sinngrund
2001     Der Güterverkehr auf der Bahnstrecke Jossa - Wildflecken wird eingestellt.
Pfarrer Udo Semisch wird neuer evangelischer Pfarrer für die Kirchengemeinde Wildflecken
2002    

Der Anbau an das Informationszentrum "Haus der Schwarzen Berge" und die Insektenwerkstatt werden fertig gestellt und eingeweiht.

Alfred Schrenk wird zum neuen Bürgermeister der Marktgemeinde gewählt.

Verabschiedung Bürgermeister Walter Gutmann nach 22 ½ Jahren und Ernennung zum Altbürgermeister und Ehrenbürger.

Das Panzerartilleriebatallion 355 (490 Soldaten) und die Panzerpionierkompanie 350 (146 Soldaten) werden im Zuge des Stationierungskonzeptes aufgelöst bzw. verlegt.

Die Gemeinde wurde in das Zuschußprogramm "Stadtumbau West" aufgenommen. Es sind bauliche Veränderungen im Bereich der Fleischhauerstraße und Schlesierstraße vorgesehen.

2003    

Das neue Leichenhaus am Bergfriedhof wurde eingeweiht.

Die Gemeinde hat die ehemalige Gastwirtschaft "Zum Hirschen" im Ortsteil Oberbach gekauft. Das Anwesen wurde abgebrochen um bessere Verkehrsverhältnisse in diesem Bereich zu schaffen.

2004

 

 

 

   

Die Außenanlage am Bergfriedhof wurde nach dem Neubau des Leichenhauses neu gestaltet und der Parkplatz erweitert.

Eckartsroth wurde kanalisiert und an die Kläranlage angeschlossen.

Im Rahmen des Programmes "Stadtumbau West" wurde das Mietanwesen Hollerbach am Eierhauckweg abgerissen.

Die Bundeswehr und der Truppenübungsplatz bleiben auch nach der neuen Strukturreform erhalten.

Frau Käthe Luthardt feierte ihren 100. Geburstag.

2005    

Die Semmelstraße und der Wiesenweg wurden ausgebaut.

Im Rahmen des Förderprogrammes "Stadtumbau West" fand am 16. und 17. Juli ein Dorffest statt. Von den Gewerbetreibenden wurde erstmals am Rathausplatz eine Gewerbeschau veranstaltet. Das Zelt am Festplatz wurde von örtlichen Vereinen bewirtet. Eingebunden war auch das Kultur-Festival "Saale Musicum".