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| Markt Wildflecken |
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Hier sind einige wichtige Ereignisse aus der Geschichte des Marktes Wildflecken - von der ersten Siedlung im Jahr 1524 bis heute dargestellt. Die Unter |
| 1524 | Balthasar Schramm berichtet, dass mit Erlaubnis des Forstmeisters Dietz von Rotenkolben eine Stunde unterhalb der Sinnquelle eine Siedlung gebaut werden darf. | ||
| 1538 | Bischof Conrad von Bibra bestellt Forstmeister Silvester nach Würzburg. Der Bischof ordnet die Einstellung der Rodungen und den Abriss der Häuser an. Es entsteht ein heftiger Streit zwischen den Forstmeistern und dem Bischof. | ||
| 1588 | Der Streit um die wilden Ansiedlungen wird beendet. Ein Ort in der Reihe der "Wilden Ansiedlungen" behielt seinen Namen Wildflecken. Wildflecken hatte zu diesem Zeitpunkt 294 Einwohner. | ||
| 1717 | Die Kirche St. Joseph wird erbaut und im Jahre 1929 erweitert. Die Kirche gilt als Schatzkästlein des Barocks. | ||
| 1908 | Einen ersten wirtschaftlichen Aufschwung erlebte Wildflecken mit der Inbetriebnahme der Sinntalbahn am 01.12.1908. Mit dem Bahnanschluss fand auch der Fremdenverkehr einen deutlichen Aufschwung. | ||
| 1937 | Der Truppenübungsplatz wird gebaut. Die Struktur der Gemeinde ändert sich dadurch völlig neu. Am 08.02.1938 wird von General Dollmann der erste Schuss auf dem Truppenübungsplatz abgegeben und damit der Platz seiner Bestimmung übergeben. Dem Bau des Truppenübungsplatzes müssen die Ortschaften Rothenrain, Silberhof, Alt- und Neuglashütten, Dörrenberg, Reußendorf und Werberg weichen. Auf hessischer Seite wird Kippelbach und Dalherda abgesiedelt. Mit dem Bau des Truppenübungsplatzes entsteht auch die Arbeitersiedlung. Die Fleischhauerstrasse wir heute noch Siedlung genannt. Am Fuße des Kreuzberges wird die Munitionsanstalt (Muna) errichtet. | ||
| 1945 | Aus den deutschen Ostgebieten kommen viele Flüchtlinge nach Wildflecken. Sie finden in diesen "Siedlungen" eine neue Heimat. Zur gleichen Zeit ziehen auch die Amerikaner ins "Lager" ein. | ||
| 1949 | Die Fa. Paul & Co. nimmt die Produktion von Papierhülsen in Oberwildflecken auf. Zahlreiche weitere Firmen werden in Oberwildflecken sesshaft bzw. neu gegründet. | ||
| 1951 | Am 20.04.1951 wird die Gemeinde Neuwildflecken gegründet. Zu dieser neuen Gemeinde gehörten auch die nach dem Kriege wieder besiedelten Ortschaften Reußendorf und Werberg. | ||
| 1952 | Die Gemeinde Neuwildflecken baut ein Rathaus. Reußendorf wird zum zweiten Male besiedelt. Viele Reußendorfer haben in Wildflecken ein neues zu Hause gefunden. | ||
| 1955 | Die Gemeinde Wildflecken und Neuwildflecken bauen ein gemeinsames Schulhaus an der Reußendorfer Strasse. | ||
| 1956 | Die Bundeswehr zieht in das US-Lager ein. Es entstehen neue Arbeitsplätze. | ||
| 1959 | Die neue evangelische Kirche wird eingeweiht. | ||
| 1965 | Die Volksschule in Wildflecken wird um 3 Klassen und einer Gymnastikhalle erweitert. In Oberwildflecken wird für die Bundeswehr eine Kaserne gebaut. Sie erhält den Namen "Rhönkaserne". | ||
| 1966 | Werberg wird, wie schon Reußendorf 1952, zum zweiten Male abgesiedelt. Auch zahlreiche Werberger werden in Wildflecken sesshaft. In Oberwildflecken wird die neugebaute St. Kilians-Kirche eingeweiht. | ||
| 1970 | Die Gemeinden Neuwildflecken und Wildflecken schließen sich freiwillig zur neuen Gemeinde Wildflecken zusammen. Es entsteht eine Gemeinde mit rd. 2.500 Einwohnern. | ||
| 1971 | Die Schwerspatgrube Auersberg wird geschlossen. | ||
| 1974 | Die Schule in Wildflecken wird durch eine Turnhalle ergänzt. | ||
| 1975 | An der Reußendorfer Strasse wird eine Wohnsiedlung für 74 US-Familien gebaut. Die Bürger nennen dieses Wohngebiet heue noch "Little Manhatten". | ||
| 1976 | Die Gemeinde baut ein Feuerwehrgerätehaus an der Reußendorfer
Strasse. Im Erdgeschoss wird der Bauhof untergebracht. Die Katholische Kirche errichtet in der Nähe des Bergfriedhofes ein "Kirchenzentrum". Das Lehrschwimmbecken (Hallenbad) wird seiner Bestimmung übergeben. |
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| 1978 | In Bayern findet die Gebietsreform statt. Wildflecken und Oberbach schließen sich zur neuen Gemeinde mit der Bezeichnung "Markt Wildflecken" zusammen. Die Bezeichnung Markt ist von Oberbach auf die neue Gemeinde übertragen worden. | ||
| 1979 | Das Helmut-Patzke-Stadion (Schul- und Breitensportanlage) wird seiner Bestimmung übergeben. | ||
| 1984 | Wildflecken wird als Kleinzentrum eingestuft. | ||
| 1986 | Franz Leipold wird zum Priester geweiht. | ||
| 1987 | Wildflecken wird an die Gas-Fernversorgung angeschlossen. | ||
| 1988 | Mit Zustimmung der Gemeinde wird in Oberwildflecken ein Übergangswohnheim
für Spätaussiedler durch die Regierung von Unterfranken eingerichtet.
In diesem Heim finden bis zu 300 Personen eine vorübergehenede Unterkunft.
Zwischenzeitliche wohnen in Wildflecken über 1.000 neue Bürger aus Polen
und Russland. Die Einwohnerzahl ist auf rd. 3.850 gestiegen. Die Gemeinde feiert das 50-jährige Bestehen des Truppenübungsplatzes, verbunden mit einem Heimattreffen. |
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| 1988 | Der Personenzugverkehr auf der Strecke Jossa-Wildflecken
wird eingestellt. |
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| 1989 | Der Katholische Kindergarten in Oberwildflecken wurde auf
2 Gruppen erweitert. |
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| 1990 | Die Schule Wildflecken wird erweitert. Es entstehen neben
den Fachräumen auch Zivilschutzräume und die neue Bibliothek. |
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| 1991 | Wildflecken verliert seinen Pfarrer. Die Gemeinde des oberen
Sinngrundes (Riedenberg, Oberbach, Wildflecken) werden von nur noch einem
Pfarrer betreut. |
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| 1992 | Der alte Kindergarten einschließlich des ehemaligen Schwesternwohnhauses
wird von der Katholischen Kirche verkauft. In unmittelbarer Nähe entsteht
ein neuer 2-gruppiger Kindergarten. |
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| 1994 | Der überraschende Abzug der Amerikaner trifft die Gemeinde schwer. Ein "Lager", in dem bis zu 6.000 Soldaten mit ihren Angehörigen wohnten, steht von heute auf morgen leer. Mehr als 1.000 Arbeitsplätze gehen verloren. Die Arbeitslosenzahl steigt auf über 22 % in der Gemeinde an. Viele ehemalige Beschäftigte haben auch heute noch keinen Arbeitsplatz gefunden. Hunderte von Wohnungen sind auch heute noch nicht bewohnt. Die Übernahme des Truppenübungsplatzes und Teile des ehemaligen US-Lagers durch die Bundeswehr verhindern noch Schlimmeres. Die Umgehungsstrasse wird dem Verkehr übergeben. Ein lang ersehnter Wunsch, den Verkehrslärm innerhalb der Gemeinde zu reduzieren, geht damit in Erfüllung. Die Gemeinde kauft vom Bund die ehemalige Schule der Amerikaner. Die
Schulorte Oberwildflecken und Oberbach werden aufgelöst. Die Hauptschüler
werden in der "US-Schule" und die Grundschüler in der Schule in Wildflecken
unterrichtet. |
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| 1995 | Die Rhönkaserne in Oberwildflecken wird geschlossen. Die Soldaten ziehen in das ehemalige US-Lager ein. Die Hoffnungen der Gemeinde, dass weitere Bundeswehreinheiten nach Wildflecken verlegt werden, haben sich leider nur in geringem Umfange erfüllt. Die Rhönkaserne steht zum größten Teil noch immer leer. Gemeinde und Bund hoffen darauf, dass sich diese Situation bald ändern wird. Der Bayerische Ministerpräsident Dr. Edmund Stoiber besucht Wildflecken
und überzeugt sich vor Ort von den großen Problemen Wildflecken nach
dem Abzug der Amerikaner. |
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| 1996 | Die Folgen aus dem Abzug der Amerikaner sind noch nicht überwunden. Zahlreiche Gebäude, vor allem Wohnungen warten auf eine Nutzung. Arbeitslose hoffen auf neue Arbeitsplätze. Jürgen Schwarz wird zum Priester geweiht. Die Gemeinde hat mit der Renovierung des 1951 erbauten Rathauses begonnen. Im Ortsteil Oberbach nimmt das "Haus der Schwarzen Berge" seine Arbeit auf. Franz Hilfenhaus, Oberbach, wird zum Priester geweiht. Der Bayerische Ministerpräsident Dr. Edmund Stoiber teilt der Gemeinde
mit, dass in Wildflecken das "Gefechtssimulationssystem zur Unterstützung
von Plan-/Stabsübungen und Planuntersuchungen in Stäben von Großverbänden
(GUPPIS)" eingerichtet wird. Die Gemeinde hofft darauf, dass diese Einrichtung
auch nach der Erprobungsphase bestehen bleibt. Der Standort Wildflecken
wurde damit erheblich aufgewertet. |
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| 1997 | Die Standortverwaltung verliert ihre Selbständigkeit und wird Hammelburg
zugeordnet. |
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| 1998 | Die Verwaltung zieht in das modernisierte und umgebaute
Rathaus zurück. Die Einweihung fand am 21.11.1998 statt. |
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| 1999 | Die Gemeinde feiert ihr 475-jähriges Gründungsfest. | ||
| 2000 | Pfarrer Sachi (ev) und Pfarrer Fries (rk) verlassen die
Gemeinde. Pfarrer Thomas Merz (rk) wird neuer Pfarrer für den Oberen Sinngrund |
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| 2001 | Der Güterverkehr auf der Bahnstrecke Jossa - Wildflecken
wird eingestellt. Pfarrer Udo Semisch wird neuer evangelischer Pfarrer für die Kirchengemeinde Wildflecken |
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| 2002 | Der Anbau an das Informationszentrum "Haus der Schwarzen Berge"
und die Insektenwerkstatt werden fertig gestellt und eingeweiht. Verabschiedung Bürgermeister Walter Gutmann nach 22 ½ Jahren und Ernennung zum Altbürgermeister und Ehrenbürger. Das Panzerartilleriebatallion 355 (490 Soldaten) und die Panzerpionierkompanie 350 (146 Soldaten) werden im Zuge des Stationierungskonzeptes aufgelöst bzw. verlegt.Die Gemeinde wurde in das Zuschußprogramm "Stadtumbau West" aufgenommen. Es sind bauliche Veränderungen im Bereich der Fleischhauerstraße und Schlesierstraße vorgesehen. |
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| 2003 | Das neue Leichenhaus am Bergfriedhof wurde eingeweiht. Die Gemeinde hat die ehemalige Gastwirtschaft "Zum Hirschen"
im Ortsteil Oberbach gekauft. Das Anwesen wurde abgebrochen um bessere
Verkehrsverhältnisse in diesem Bereich zu schaffen. |
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2004
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Die Außenanlage am Bergfriedhof wurde nach dem Neubau des
Leichenhauses neu gestaltet und der Parkplatz erweitert. |
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| 2005 | Die Semmelstraße und der Wiesenweg wurden ausgebaut. Im Rahmen des Förderprogrammes "Stadtumbau West" fand
am 16. und 17. Juli ein Dorffest statt. Von den Gewerbetreibenden wurde
erstmals am Rathausplatz eine Gewerbeschau veranstaltet. Das Zelt am
Festplatz wurde von örtlichen Vereinen bewirtet. Eingebunden war
auch das Kultur-Festival "Saale Musicum". |
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