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Kleinhenz, Kleinheinz oder doch Kleinhenz

Festlegung der Namensvariante durch den damaligen Pfarrer Kraemer

Im Altlandkreis findet man den Nachnamen Kleinhenz doch sehr häufig. Hingegen ist der Nachname Kleinheinz sehr wenig oder gar nicht verbreitet. Anders sieht dies in Wildflecken aus. Hier kommen beide Nachnamensvariationen vor. Schaut man sich die Matrikelbände der Pfarrgemeinde an, wimmelt es hier von Kleinhenz bzw. Kleinheinz.

Vor über 130 Jahren, genauer gesagt am 1. Dezember 1872 rief der damalige Pfarrer Kraemer (26.11.1869 – Juni 1878 in der Pfarrei tätig) folgende Personen aus Wildflecken zu sich, um folgendes zu klären:

“…da in Bezug auf den Namen Kleinhenz oder Kleinheinz sich verschiedene Trauungen ergaben, weil in den letzten 20 Jahren alle dieses Verzeichnis mit Kleinhenz ins Taufbuch eingetragen wurden, während sich viele von ihnen Kleinheinz schreiben, so wurden auf heute alle Ortsberechtigten dieser Namen geladen, um anzugeben wie Sie sich jetzt schreiben und wie sich ihre Ahnen schrieben.“

Folgende Personen waren hierzu erschienen:

Franz Kleinheinz und Margaretha geb. Kleinheinz,
Hausnummer 64
Eduard Kleinheinz, ledig
Adam Kleinheinz ( ) und dessen Frau
Anna Maria geb. Kleinheinz, Hs-Nr. 27
Joseph Kleinheinz,
Frau: Anna Maria geb. Schugmann, Hausnummer 46
Johann Adam Kleinheinz, dessen Frau: Barbara, geb. Gundelach, Hs-Nr. 10
Adam Kleinheinz vom Auershof,
Frau: Anna Maria, geb. Fuß von Oberbach, Hs-Nr. 19
Johann Kleinheinz vom Auershof,
Frau Anna Maria geb. Kleinheinz vom Auershof Hausnummer 21
Bernard Kleinheinz, Schneider,
Frau: Anna Maria Schumm, Hausnummer 8

Diese erklärten sich alle schriftlich bereit von nun an den Nachnamen Kleinheinz zu führen. Pfarrer Kraemer führt weiter auf, dass es zu Nachforschungen und Beglaubigungen der Urahnen kam und dass es in Wildflecken nur den Nachnamen „Kleinheinz“ gab.
(Quelle: Matrikelband Oberbach, Bd. C1, Fiche 46)

Juli 2003
Walter Kömpel
(Ehrenamtlicher Ortschronist)