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Vortrag von Dr. Hans-Joachim Becker

29. September -- 15:30

Vortrag über Philipp Franz Balthasar von Siebold
* 1796 in Würzburg, † 1866 in München
Arzt und Japanforscher und früher Sammler japanischer Kunst

Siebold ist einer der wichtigsten Zeugen des bis zur Meiji-Zeit (ab 1868) von der Außenwelt praktisch völlig abgeschlossenen Japan. Er gilt als Begründer der internationalen Japanforschung. Die japanische Regierung hatte in Reaktion auf die Missionierungsversuche der Portugiesen in den 1630er Jahren die Abschließung ihres Landes von der Außenwelt verfügt. Lediglich den Holländern, die bei den Japanern als eine ausschließlich an Handel und Wissenschaft interessierte Nation galten, war es auf der künstlichen Insel vor Nagasaki (Dejima) gestattet, eine kleine Faktorei zu unterhalten. Siebold war 1822 in holländische Dienste getreten und lebte ab 1823 mit einer Unterbrechung insgesamt neun Jahre in Japan. In dieser Periode war er der wichtigste Vermittler europäischer Kunst und Wissenschaft in Japan und der japanischen Kultur in Europa. Seine Sammlungen japanischer Kunst finden sich heute in München, Würzburg, Nagasaki, Leiden (Holland) und auf Burg Brandenstein bei Schlüchtern. Seine Söhne wurden bekannte Japanologen und Diplomaten, seine japanische Tochter Ine, später Leibärztin der Kaiserin, war die erste westlich ausgebildete Ärztin Japans.

Der Vortrag findet am 29. September 2019 um 15:30 Uhr in Schroeder’s Buchcafé statt. Der Eintritt kostet 5,00 Euro. Anmeldungen können erfolgen unter: 09745-9300180 oder via Mail: schroeder-verlagsbuchhandlung@gmx.de

Details

Datum:
29. September
Zeit:
15:30

Veranstaltungsort

Wildflecken – Schroeder’s Buchcafé
United States